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Argentinum Astrum #5
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 15.02.2001, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Alexander Bruns (Hrsg.), Verlag: Keine Angabe, Seiten: 36, Erschienen: 2000, Preis: 1,50 DM (+1,50 DM P&V)


Es ist lange her, dass es eine Ausgabe des Argentinum Astrum gab, aber nun ist die Ausgabe fünf erschienen. Alle die diese Fanzine bereits länger kennen, wissen, dass das ArgAs im Gegensatz zu herkömmlichen Fanzines meist andere Wege beschritten hat. Dementsprechend gestaltet sich der Inhalt. Hier haben ungewöhnlichere Artikel den Vortritt, skurrile Geschichten die einem zum Nachdenken anregen und Texte, bei denen man besser gar nicht erst fragt, wo denn der Sinn drin liegt.
So gestaltet sich nun auch die aktuelle Ausgabe Nummer fünf, dich sich hauptsächlich Kurzgeschichten widmet welche größtenteils eine Gradwanderung an Rand der Geschmaklosigkeit machen.
Den Anfang macht ein kurzer Bericht über die Fandomler Convention "Controvers" in dem Anton Kratz allen Nichtanwesenden einen kurzen Überblick über die Geschehnisse vermittelt.
Anschließend kommt man zum interessanten Teil der Hefts: "Die Wipshausen Connection" ist eine Geschichte die laut einleitenden Text keinerlei Anspruch hat und keine moralische Botschaft übermittelt. Und genauso ist sie geschrieben. An einigen Passagen ließt sie sich recht humorvoll, anderseits kommen sehr viele Elemente vor, die ins Geschmacklose gehen, was aber auch am schwankenden Schreibstil liegen mag.
Besser wird es mit der Kurzgeschichte "Der Sammler", welche zwar relativ kurz gehalten, aber dafür umso besser geschrieben ist; für Anhänger des Horror-Genres ist "der Sammler" ein wahrer Genuss.
"Die Felsenstadt", eine Erzählung von Dirk Apitz rundet das Heft im Ganzen ab. Diese Science-Fiction Geschichte berichtet von einem Nomadenvolk, das seinen Leben auf einem äußerst unwirtlichten Planeten bestreiten muss. Die Idee der Geschichte ist sehr interessant und ihre Ausarbeitung ist sehr gut, nur leider schwankt der Schreibstil zwischen prophetischen Textpassagen und einer Berichterstattung in der ersten Person. Um ein wenig mehr hinter die Terminologie der Welt zu kommen, wird anschließend noch ein kleiner Index zur Verfügung gestellt, der dem geneigten Leser durchaus dienlich ist.
Abgerundet wird das Heft von zwei Gedichten und mehreren Musikempfehlungen der besonderen Art. Kai Emilius Grasshoff stellt hier Tonträger vor, die man mit obskur oder seltsam bewerten sollte.

Fazit: Nicht ohne Grund bezeichnet man das Argentinum Atsrum als ein Fanzine der besonderen Art. Zwar findet sich in dieser Ausgabe eher wenig für den Rollenspieler an sich, wer aber obskure Lektüre mag und ein wenig Kurzweil sucht, dem sei diese Ausgabe ans Herz gelegt.




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