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Envoyer 03/2006
Von Markolf Hoffmann

Rezension erschienen: 14.06.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): André Wiesler (Hrsg.), Verlag: FZ Werbung / Redaktion Envoyer, Seiten: 82, Erschienen: 2006, Preis: 1,80

"Monster" – so lautet das Thema der Märzausgabe des Envoyer-Rollenspielmagazins, und in der Tat finden sich im Heft einige monströse Rollenspielbezüge. Zunächst aber warten ein lobenswert aktueller Newsspiegel, der die wichtigsten Neuerscheinungen der kommenden Monate ankündigt, sowie ein üppiger Rezensionsteil auf die Envoyer-Leserschaft. Dieses Mal werden das Cuanscadan-Quellenbuch (Midgard), Festival Obscure (Cthulhu), der Roman "Götterschatten" von Jörn Klapschus sowie die Soundtracks zu allen vier Silent Hill-Spielen vorgestellt. Anschließend beginnt dann die Monstershow: Einige "Monster aus der Tüte" (will heißen: aus bekannten Multiplayer-Online-Rollenspielen) werden dem Leser dargeboten, das schildkrötenartige Volk der Ori bevölkert den hauseigenen Paliomel-Hintergrund und mit "Amok! – Angriff der Aggro-Ameisen auf Antishill" wartet ein pulpiges, leider nicht sonderlich überzeugend gestaltetes Abenteuer für das Filmrollenspiel "Das Monster aus der Spätvorstellung" auf die Spieler. Zwei Kurzszenarien ("Der Froschmann" für Shadowrun sowie "Größer als die Götter" für Warhammer) variieren bekannte Monstermythen, in diesem Fall "Das Ding aus dem Sumpf" und "Frankenstein".
Daneben finden sich weitere interessante Artikel im Magazin. So behandelt eine übrigens sehr schlüssige Anlayse den kryptischen "Deutschen Rollenspielpreis 2005", dessen offizielle Auswertung noch immer aussteht. Auch wird dem Kleinverlag "Redaktion Phantastik" auf den Zahn gefühlt, der sich in letzter Zeit mit Supplements für das legendäre Detektivspiel Private Eye einen Namen gemacht hat. Ein Werkstattbericht aus dem Hause Pegasus zum Band "Arcana Cthulhiana" und ein paar kleinere Comics, Kurzgeschichten und Gimmicks runden das Heft ab.
Das Magazin überzeugt durch seine Mischung aus fundierter, semiprofessioneller Berichterstattung und Fanzinecharme. Dies alles verhilft "Envoyer – das einzige monatliche Rollenspielmagazin" zu einem Sonderstatus im deutschsprachigen Raum, wo sich das gesamte Fandom ins Internet verlagert respektive aufgelöst hat. Um so sympathischer ist die kleine DIN-A5-Zeitschrift, die dem Trend trotzt und sich hoffentlich noch lange behaupten kann.




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