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City of Heroes
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 12.05.2006, Serie: Sammelkarten, Autor(en): , Verlag: Alderac Entertainment Group, inc., Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: k.a.


"City of Heroes" könnte man auf den ersten Blick für ein normales Superhelden-TCG halten. Das trifft aber so nicht ganz zu. Gleichzeitig mit dem Kartenspiel erschien nämlich auch das MMORPG gleichen Namens, das die internetnutzenden Kartenspieler zum Superhelden in der Welt des "City of Heroes" TCG werden lässt.

Jeder Spieler stellt sich ein Team aus Helden für sein Deck zusammen, hinzu kommen Karten für verschiedene Angriffe und Superkräfte. Nicht allen Helden stehen sämtliche Kräfte zur Verfügung, stattdessen hat jeder Charakter Zugriff auf bestimmte Gruppen von Superfähigkeiten. Auf diesem Weg kann man recht leicht ein Deck mit den verschiedenen klassischen Heldentypen aufstellen. Als Beispiele seien die widerstandsfähigen Tanker, die fernkampffähigen Blaster und die Scrapper, die direkt Mann gegen Mann kämpfen, genannt.

Eine Heldenkarte enthält mehrere grundlegende Informationen. Neben dem Namen des Helden findet der Spieler hier die Powersets genannten Kräftegruppen, auf die der Charakter Zugriff hat. Jeder Held hat drei statistische Werte, die das Spielbeeinflussen, als da wären: Accuracy (Genauigkeit), Defense (Verteidigung) und Health (Lebenspunkte). Außerdem sind auf der Karte die Sonderregeln für den entsprechenden Helden verzeichnet, ebenso wie die beiden Startkräfte, mit denen ein Held die Partie beginnt.
Zu den Heldenkarten kommen dann noch zusätzliche Power-Karten, Enhancement-Karten, die die Superkräfte verändern, und Edge-Karten, die dem Spieler einen einmaligen Vorteil verschaffen können. Außerdem kann ein Held von sogenannten Sidekicks begleitet werden, sozusagen Superhelden in Ausbildung, die ihn im Kampf unterstützen.

Der Spielverlauf an sich ist recht simpel. Wenn man an der Reihe ist, darf man entweder eine Power-, Enhancement- oder Sidekick-Karte ins Spiel bringen oder eine Aktion, die auf einer Power oder Edge Karte steht, durchführen. Helden und Sidekicks können außerdem vom Nahkampf in den Fernkampf wechseln und Kräfte, die sich wieder aufladen müssen, werden erneuert.
Zu Beginn jeder Runde darf der Spieler seine Hand auf zehn Karten auffüllen.
Gewonnen hat der Spieler, dessen Held den Gegner auf null Health gebracht hat oder ihn mit einer Superkraft dauerhaft handlungsunfähig macht.

Die Kartenillustrationen sind leider alles andere als spektakulär. Die Bilder sind zwar durchweg sauber gezeichnet, aber es fehlt einfach an den kleinen Details und Hintergrundelementen, die eine Zeichnung vollständig machen. Gerade bei Superhelden-Spielen, die eigentlich immer mit Superhelden-Comics in Verbindung gebracht werden, stellt das ein erhebliches Manko dar.
In dieser Hinsicht haben ältere Superhelden-TCGs wie "Wildstorm" einfach Standards gesetzt, an die "City of Heroes" nicht heranreicht.

Positiv präsentiert sich hingegen die Flüssigkeit des Spielverlaufes. Das Konzept des Superhelden, dem einfach im Spiel Kräfte einer bestimmten Kategorie zugewiesen werden und der von seinem Sidekick unterstützt wird, geht auf und schon nach wenigen Spielen stellt sich zumindest für die Spieler, die auch Superhelden-Comics lesen, das Feeling ein, dass für die epischen Kämpfe solcher Comics typisch ist.

"City of Heroes" ist ein junges TCG und das merkt man sehr deutlich an den Mankos, die die mir vorliegenden Demo-Decks haben. Aber wenn die positiven Ansätze ausgebaut werden und die Verknüpfung mit dem gleichnamigen MMORPG funktioniert, steht dem Spiel wohl eine erfolgreiche Zukunft bevor.




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