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Doctor Who - Timeclash - Starter Set
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 25.11.2016, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jeff Tidball, Verlag: Cubicle Seven, Seiten: , Erschienen: 2016, Preis: 29,99 Eur


Es gibt aktuell einige wirklich sehr erfolgreiche Fernsehserien. Die meisten davon sind jüngeren Datums, wie The Walking Dead, Game of Thrones und Sherlock. Eine Serie übertrumpft aber seit Jahrzehnten alle anderen Serien: Doctor Who. Und genau wie bei den aktuelleren Serien, gibt es auch für die Abenteuer in Zeit und Raum natürlich weitere Artikel als nur DVD, Blu-ray und Poster zu kaufen. Die Rede ist in diesem Fall von Spielen, und nicht von Figuren, Sammeltassen und ähnlichem.

Im Fall von Doctor Who gibt es von Cubicle7 mittlerweile Rollenspiele, Kartenspiele und Brettspiele. Eines dieser Brettspiele ist das neu erschienene "Timeclash". In diesem Spiel schlüpfen bis zu zwei Spieler in die Rollen des Doktors und seiner Begleiter und bis zu zwei weitere Spieler in die Rollen der Daleks. Während die Daleks nichts andere wollen, als den Doktor zu besiegen, will der Doktor eben dies mit geschickten Plänen und guter Ausrüstung verhindern.

Der Blick in die quadratische Box offenbart einige Karten, ein individuell zusammensetzbares Spielbrett, einige Marker, ein Würfel und ein recht dickes Regelheft. Der Blick ins Regelheft, immer der erste Griff, zeigt, dass man mit vielen großen Bildern aus der letzten Staffel der Serie gearbeitet hat und die Regeln auch auf weniger Seiten gepasst hätten, wenn man auf die Nutzung von Bildern verzichtet hätte. Ich finde die Entscheidung aber gut und richtig, denn die Bilder können sich wirklich sehen lassen und die Regeln sind so viel einfacher und unterhaltsamer zu lesen.
Das Spielbrett besteht aus drei Teilen, die zusammen einen Kreis mit einem Loch in der Mitte ergeben, dem Feind, dem Begleiter und einer Zeitlinie. Ein Gegner ist zum Beispiel Davros, eine Begleiterin Clara und die Zeitlinie Skaro. Eine andere Partie könnte aus dem Gegner Surpreme Dalek, der Paternoster Gang und der Zeitlinie London bestehen. Es gibt insgesamt drei Begleiter, drei Zeiten und drei Gegner. Nun kann sich jeder selbst errechnen, wie viele Kombinationen möglich sind. Auf den Spielfeldern stehen neben dem Namen auch noch Effekte, einmal dauerhafte, einmal solche, die nur aktiv sind, wenn der Doktor auf dem Feld steht.
Zwischen den Markern finden wir zum einen drei Marker mit dem Doktor und/oder der Tardis, die einzig nötige Spielfigur, Marker mit + und -, und einen großen Chip mit "Build Up" auf der einen und "End Game" auf der anderen Seite. Dieser Chip wandert am Anfang des Spiels in die Mitte. Die Karten zeigen Gefahren, Technik, Pläne, Spott und sofort spielbare Karten mit unterschiedlichen werten zwischen -400 und +300. Alle Karten sind mit Bildern und Zitaten aus der Serie bedruckt.
Ist das Spielbrett aufgebaut, erhalten die beiden Teams oder Spieler, wenn zu zweit gespielt wird, zwei Karten für ihre Seite. Die restlichen Karten liegen als Nachziehstapel auf dem Tisch. Die Figur des Doktors oder der Tardis, ja nach Wahl, steht zu Beginn neben dem Spielbrett.
Jede Runde läuft gleich ab, der Startspieler zieht eine Karte und kann sich entscheiden, ob er eine Karte spielen oder den Doktor auf das Spielbrett stellen will. Steht der Doktor auf dem Spielfeld wird der oben erwähnte Effekt aktiviert. Karten spielen bedeutet, dass man eine seiner Karten, Technik, Spott oder Plan auf Doktorseite oder Technik und Gefahr auf Gegnerseite an eines der drei Felder anlegt. Die +/- Marker zeigen dann jeweils den aktuellen Stand der Summe der Karten an einem Feld an. Zum Beispiel -100, wenn ein +200 Plan und eine -300 Gefahr ausliegt. Manche spielbaren Karten verhindern das Anlegen anderer Karten, deshalb ist es immer gut, eine dieser Karten für spätere Runden auf der Hand zu halten. Ziel ist es nämlich sich für das End Game in Stellung zu bringen. Für den Gegner bedeutet das, dass er "nur" -1000 an Gefahren auf seinem Feld haben muss, um das Ziel zu erreichen, der Doktor, kann es nur auslösen, wenn an einem Feld eine gerade Anzahl Karten liegt und gleichzeitig dieses Feld +800 hat. Selbst dann muss der Doktor den Chip in der Mitte noch mit einem Wurf auf "End Game" werfen. Das End Game läuft dann sehr einfach ab. Der Gegner gewinnt, wenn alle Karten in jedem Feld einen Wert unter 0 ergeben. Der Doktor gewinnt, wenn die äußeren Karten an jedem Feld, plus Karten aus der Hand und einem Wurf mit dem Würfel (Zahlen von +200 bis +600 und einem Scheitern), mindestens +800 ergibt. Auch hier können sofort spielbare Karten eingesetzt werden. Klingt kompliziert, im Spiel selbst ist es aber total simpel.
Nach dem Spiel wechseln die Spieler die Seiten, denn um den Gewinner zu ermitteln sollten mindestens drei Spiele gespielt werden.

Das Spiel ist denkbar einfach, kurzweilig und aufgrund der tollen Bilder im leicht verständlichen Regelwerk und auf den Karten auch optisch überzeugend. Nach dem ersten Spiel will man sofort weiterspielen und den wahren Sieger ermitteln. Dank der unterschiedlichen Ausgangslage, je nach Gegner, Zeitlinie, Begleiter und Kartenglück, ist jedes Spiel anders und auch manchmal eben schwieriger oder leichter, je nach Kombination. Die Figur des Doktors als zusätzliches Element für Effekte ist perfekt, hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht. Ich freue mich schon auf die nächsten Erweiterungen, in denen man dann hoffentlich gegen Cybermen und den Master kämpfen kann.

Fazit: Das "Doctor Who – Timeclash – Starter Set" ist ein wirklich gelungenes Spiel in den Welten und Zeiten des Doktors. Jedes Spiel ist dabei anders und das Tauschen der Seiten nach einem Spiel, ist eine tolle Idee. Das Spiel selbst ist kurzweilig, leicht zu verstehen und es macht wirklich Spaß. Ein Grund dafür sind auch die tollen Bilder aus der Serie und die Zitate, die die Episoden zurück ins Gedächtnis holen. Ein super Spiel, nicht nur für Fans des Doktors.




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