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Die Elfen 09 - Tod in der Nachtzinne
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 29.10.2014, Serie: Auditorium, Autor(en): Bernhard Hennen, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2014, Preis: 9,90 EUR


Die Fantasy-Hörspielreihe Die Elfen basiert auf den gleichnamigen Bestseller-Romanen von Bernhard Hennen. Kern sind die Kämpfe der Völker von Albenmark um die Macht, seit die Trolle aus der Verbannung zurück in die Mark gekommen sind und sich damit die Verhältnisse zwischen Elfen, Kobolden und Feen neu ordnen müssen. Dabei wird schnell deutlich, dass selbst die Völker für sich keine einheitlichen Strategien verfolgen. Und schon bald werden auch die Menschen in die Auseinandersetzung gezogen.

Tod in der Nachtzinne überrascht durch seine für die Serie ungewohnte Komplexität. Im Zentrum steht dieses Mal die Tjured-Kirche und ihr Einfluss, wobei sich zahlreiche Parallelen zur Geschichte der christlichen Kirche zeigen. Schon der bedeutendste Tjured-Heilige, Guillaume, ist eigentlich ein Opfer politischer Ränkespiele. Der begnadete friedliche Heiler zieht den Zorn des Königs von Fargon auf sich und wird ermordet, wobei auch Emerelle mit Ollowain einen Mörder geschickt hat, der aber seinen Dienst kurzentschlossen vor Ort verweigerte. Dennoch wird der Mord sofort wieder von Devanthar, Guillaumes Vater, instrumentalisiert, um Rache an Albenmark zu nehmen. Sein Plan ist perfide und nicht sofort zu erahnen.

Neben verschiedenen Erzählfäden, die immer von anderen Personengruppen ausgehen (Trolle, Kobolde und Menschen), gibt es dieses Mal auch Zeitsprünge zwischen den Erlebnisse des jungen Ulric und seiner gealterten Entsprechung. Ulric ist auch die verbindende Person, auf die die Geschichte immer wieder zurückkommt. Und die hat es in sich. Stück für Stück setzt sie sich wie ein Puzzle zu einem Gesamtbild zusammen, lässt dabei aber Fragen offen und bildet damit einen starken Kontrast zu den sonst eher geradlinig erzählten einfachen Geschichten der vorherigen Teile. Trotzdem kann man den Geschehnissen dank des gewohnt erstklassigen Sprecherensembles gut folgen. Und: Neben den Intrigen wird auch der tote (?) Ollowain auf dem Schlachtfeld gefunden und geborgen. Sein weiterer Verbleib und sein tatsächliches Schicksal bleiben aber noch im Dunklen.

Fazit: Tod in der Nachtzinne ist eine uneingeschränkte Empfehlung wert. Hier wird ein neuer Erzählfaden aufgenommen, der spannend und vielschichtig ausgeführt wird. Damit gehört der Teil neun von Die Elfen eindeutig zu den besten der Reihe.




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