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Flames of War: Hell's Highway
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 28.05.2010, Serie: Tabletop, Autor(en): Michael Haught, Verlag: Battlefront, Seiten: 80, Erschienen: 2009, Preis: 18,- €


Nachdem in vielen der kleineren Battlefront-Bücher zu Westeuropa leider immer wieder ein deutlicher Schwerpunkt auf den Waffengattungen der Deutschen gelegt wurde, kommt nun endlich ein Band, der das Herz der Briten höher schlagen lässt: Hell’s Highway. Das Buch behandelt die Armeen in den Schlachten um Eindhoven und Nijmegen 1944, zählt damit also zur "Late War" Reihe.

Nach dem gewohnten Flufftext zur Operation "Market Garden" mit schönen Übersichtskarten zu den Truppenbewegungen, historischen Hintergründen und natürlich Fotos, steigen wir sofort ein in die Liste der "Irish Guards". Die Liste ist zwar recht knapp gehalten (Shermans im Hauptquartier und dazu der Support), dafür können die Jungs der grünen Insel mit Colonel Vandaleur aufwarten, einem Warrior-Modell, der mit Sonderregeln zur Luftunterstützung richtig Lust macht.
Direkt danach kommen die Waliser an die Reihe. Dabei gibt es jeweils eine Liste mit einer Panzerkompanie und eine vornehmlich mit Infanterie. Neben den bekannten Cromwells, können die Briten die Challanger Tanks mit ihren 17-Pfündern fahren. Ein weiteres Highlight stellt die "2nd Household Cavalry" dar, welche natürlich nicht mehr zu Pferd, sondern in gepanzerten Autos unterwegs sind.
Nach reichlichen Möglichkeiten die Listen durch Support zu erweitern, kommt das nächste Highlight. "Market Garden" war ein kombinierter Vorstoß der Briten und der Amis, was sich auch in den Listen niederschlägt: In diesem Falle mit einer Kompanie Fallschirmjäger, die ein Platoon als Support für die Briten stiften kann und ihrerseits von Briten unterstützt wird. Zudem gibt es die Möglichkeit Beutefahrzeuge für sich zu nutzen. Diese Feinheiten sind es, die das Spiel zu einem echten Unikum machen.
Nach den üblichen Tabellen und dem Bemalleitfaden, folgen die Listen der Deutschen. Auch hier wurde an eine spezielle Führungsperson gedacht: Freiherr von der Heydte. Passend dazu folgt auf den nächsten Seiten eine Liste mit Fallschirmjägern und reichlich Support. Natürlich dürfen auch hier die Karten, Tabellen und Bemalleitfaden nicht fehlen.

Gestalterisch liegt das Buch mal wieder auf hohem Niveau. Historische Bilder, strategische Karten, hochauflösende Fotos von Dioramen und Miniaturen, alles ist äußerst stimmig. Leider hat der Verlag aber auch hier wieder bei der Verarbeitung gepatzt - die Leimbindung ist miserabel. Dies ist ein bekanntes Problem von Battlefront.

Spieler der Briten dürfen sich über das vorhandene Material freuen. Es kann aus dem Vollen geschöpft werden: Ob Shermans, Cromwells, Challanger, M10C oder Armoured Car, Panzerherz was willst Du mehr? Die Kombination mit den amerikanischen Fallschirmjägern setzt dem Ganzen die Krone auf.

Fazit: Für mich als Spieler der Briten stellt das Buch bisher eines der facettenreichsten Produkte Battlefronts dar. Ob Panzer, Kavallerie oder Infanterie, alles was Tee trinkt ist vertreten. Dafür muss die deutsche Liste zurückstecken, was mich aber weiter nicht stört. Die Listen haben sich im Übrigen auf dem Feld bereits bewährt. So speziell die Modelle aussehen, so spaßig ist es auch sie zu spielen - Tally ho!




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