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Flames of War: Cromwell Armoured Platoon Box Set
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 27.05.2010, Serie: Tabletop, Autor(en): , Verlag: Battlefront, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 40,- €


Flames of War, vom neuseeländischen Battelfront Verlag, erobert im Sturm die heimischen Spieltische und Dioramen. Somit ist es längst Zeit auch einmal das ein oder andere Produkt der Commonwealth-Panzerschmiede genauer unter die Lupe zu nehmen. Den Anfang machen, wie es sich für den Verlag gehört, die Briten.

Vor uns liegt eine etwa DinA5 große Box, welche nebst stilistisch wertvollen Kampfszenen und Flufftext, auf der Rückseite die bemalten und zusammengebauten Panzer nebst Bastelanleitung abbildet. Das war es auch schon mit den Anweisungen, was jetzt folgt ist reine Hardware.
In der Packung findet sich eine robuste Plastikverschalung, welche sich nach dem Öffnen auch wieder sauber verschließen lässt. Die Chassis der fünf enthaltenen Panzer (vier Cromwell, ein Sherman Firefly) liegen samt Turm in einer eigenen Vertiefung, darunter liegt Schaumstoff. In einer weiteren finden sich die Ketten, in einer zweiten Mannschaften und Accessoires und in einer dritten die Kanonen. Decals (Abziehbilder) für die 7th Armoured Division ("Desert Rats") sind ebenfalls enthalten. Zudem gibt es als Zuckerl zehn Neodym-Magnete für die Türme.

Die Panzer sind laut Box individuell gestaltet, was sich dadurch zeigt, dass an den Modellen unterschiedlich viel Material angebracht wurde. Das hat seine Vor- und Nachteile. Zum einen spart man sich so die Puzzelei, andererseits macht es aber gerade das Aufbringen der Decals zu einem schwierigen Unterfangen, was ein wenig Kreativität erfordert.
Das Material des Rumpfes sowie des Turm ist aus Resin, Ketten, Besatzung, MGs, Kanonen und Ladung sind aus Zinn. Die Ketten sind außerdem so gestaltet, dass man sie beim Anbringen nicht verwechseln kann. Man merkt deutlich, dass hier jemand Ahnung vom Modellbau hat. Sowohl das Resin, als auch das Zinn sind sauber gegossen und weisen kaum Presslinien auf, auch wenn man beim Anbringen der Einzelteile das ein oder andere Element ein wenig zurechtfeilen muss. Aber dies kennt der geneigte Modellbaufan, welcher schließlich auch ein wenig gefordert werden möchte.

Insgesamt machen die einzelnen Modelle keinerlei Schwierigkeiten und sind in Kürze zusammengebaut. Die einzelnen Teile sind so gestaltet, dass sie gut in die dafür vorgesehenen Vertiefungen passen. Somit verschwendet man kaum Zeit mit unnötigen Bastel-Schwierigkeiten und kann die Schützlinge zügig in die Lackiererei schicken.

Schön zu sehen ist, dass der Hersteller auch an Variationen gedacht hat. Es gibt sowohl offene, wie auch geschlossene Luken, unterschiedliche Besatzungsmitglieder, reichlich Ladung und für einen Cromwell eine zusätzliche Haubitzenkanone. Dank des enthaltenen Sherman Firefly passt das Set perfekt zum Villers-Boccage Band. Negativ anzumerken sei vielleicht, dass die enthaltenen Decals gerade so für die Panzer reichen. Verpatzt man eines, darf man das britische Decals-Set nachordern. Auch fehlen Abzeichen für die Squads, welche man aber selbst mit dem Pinsel aufbringen kann.

Fazit: In Sachen Preis-Leistung kann man bei diesem Modellbausatz wirklich nicht meckern. Die Panzer sind schön gestaltet, die Einzelteile gut verarbeitet. Ein Bemalleitfaden und ein detaillierteres Bild der zusammengebauten Panzer wären wünschenswert, sind aber in Verbindung mit den Flames of War Büchern nicht zwingend. Wie stark die Qualität der Modelle fluktuiert, wird sich in folgenden Rezensionen noch herausstellen.




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