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Thurn und Taxis - Glanz und Gloria
Von Hendrik Ebbers

Rezension erschienen: 06.12.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Karen und Andreas Seyfarth, Verlag: Hans im Glück Verlags-GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 18 Euro

Mit "Thurn und Taxis – Glanz und Gloria" erscheint im "Hans im Glück Verlag" die erste Erweiterung zum Spiel des Jahres 2006: "Thurn und Taxis". Die Erweiterung wurde ebenfalls von Karen und Andreas Seyfarth entwickelt und lässt sich mit zwei bis vier Spielern innerhalb einer Stunde spielen. Um die Erweiterung nutzen zu können, benötigt man natürlich das Basisspiel.

In der Spielschachtel findet man einen komplett neuen Spielplan, 69 Stadtkarten, 39 Bonusplättchen, vier Kutschenkarten, eine Reiterfigur und eine Anleitung. Das Design des Spielmaterials behält den Zeichenstil von "Thurn und Taxis" bei, der Spielplan ist stellenweise sogar noch etwas detaillierter gezeichnet. Die Regeln zu "Glanz und Gloria" passen auf einen doppelseitigen DIN-A4-Zettel und sind für jeden schnell verständlich, der die Regeln von "Thurn und Taxis" kennt.

"Thurn und Taxis – Glanz und Gloria" ist keine Erweiterung im eigentlichen Sinne. Vielmehr entsteht durch den neuen Spielplan und den neuen Zusatzregeln ein komplett neues Spiel, das auf den Regelelementen von "Thurn und Taxis" beruht. Noch immer muss man durch die Stadtkarten Kutschenstrecken bauen. Auch die Wertung der Strecken und das System der Bonusplättchen funktioniert gleich. Allerdings kommen einige Zusatzregeln hinzu. Der Wagner fällt komplett weg, da die Kutschenkarten aus dem Basisspiel nicht mehr genutzt werden. Es gibt auf dem Spielplan, der eine Karte von Mittel- und Norddeutschland sowie Holland und Belgien zeigt, einige freie Städte, wie Frankfurt oder Bremen, die für den Ersten, der dort eine Poststation errichtet, einen extra Siegpunkt bringt. Die größte Neuerung ist allerdings, dass man zum Werten einer Strecke Zugpferde in der Anzahl der Städte innerhalb der Strecke benötigt. Auf jeder Stadtkarte sind auf der Rückseite ein bis drei Zugpferde zu finden. Ist man an der Reihe, kann man anstatt seine Strecke zu verlängern auch eine Stadtkarte ablegen, um zusätzliche Zugpferde zu bekommen. Die Kutschenkarte eines Spielers gilt bereits für zwei Zugpferde. Nach dem Werten einer Strecke muss man alle Zugpferde abgeben. Dieser zusätzliche Regelmechanismus hat positive und negative Auswirkungen. Zum einen führt es dazu, dass es länger dauert lange Strecken zu bauen, allerdings wird es auch nicht mehr passieren, dass ein Spieler seine Strecke zerstören muss. Hat er nun keine passende Karte zur Hand, legt er einfach eine Karte zu den Zugpferden und nicht zur Strecke. Wem diese neuen Regeln nicht gefallen, der kann aber auch mit den Original "Thurn und Taxis"-Regeln auf dem neuen Spielbrett spielen.

Fazit:
Insgesamt würde ich sagen, dass es sich bei "Glanz und Gloria" um eine gelungene Erweiterung zu "Thurn und Taxis" handelt, da vor allem der neue Spielplan mehr Abwechslung ins Spiel bringt. Was man von den neuen Regeln hält, muss jeder für sich allein entscheiden. Ich persönlich werde aber wohl auf dem neuen Plan weiter mit den alten Regeln spielen. Meiner Meinung nach eignet sich die Erweiterung für alle Besitzer des Grundspiels, die mal ein wenig Abwechslung in ihr Postgeschäft bringen wollen.





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