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Gallaghers Sturm
Von Jan-Hendrik Kalusche

Rezension erschienen: 14.09.2007, Serie: Belletristik, Autor(en): Achim Hiltrop, Verlag: Atlantis Verlag, Seiten: 215, Erschienen: 2007, Preis: 12,90 Euro


Clou Gallagher und sein intelligentes Raumschiff Trigger sind auf der Flucht. Vor der Kerianischen Marine, vor sich selbst und vor dem Rest des Universums, das das Kopfgeld das auf sie ausgesetzt ist, haben will.
Und alles nur, weil Clou angeblich mehrere Millionen Credits der Kerianischen Regierung veruntreut haben soll. Um Treibstoff, Nahrung und Ausrüstung bezahlen zu können, arbeitet Clou für die verschiedensten Auftraggeber als Schmuggler, Söldner oder was immer gerade gebraucht wird. Doch die Kerianer befinden sich dichter auf seinen Fersen, als er glaubt und so sieht er sich schneller mit einem Raumkreuzer konfrontiert, als ihm lieb ist. Das an und für sich würde ja noch kein Problem darstellen, wenn da nicht auch noch sein alter Feind Starafar wäre. Das dieser eine fast symbiotische Beziehung mit seinem eigenen kleinen Jäger eingegangen ist, verkompliziert die Sache nur noch unnötig.
Um seiner Rache zu entgehen und weil ihm sowieso nichts anderes übrig bleibt, ergibt sich Clou der kerianischen Admiralin Tonya Delanne.
Aber anscheinend will ihn ein hohes Tier im kerianischen Militär lieber tot als in einem Gefängnis sehen und so ist Clou schneller wieder auf der Flucht, als er glaubt. Nur diesmal hat er eine kerianische Admiralin dabei, die von seiner Unschuld überzeugt ist und ihm helfen will, das Netz an Intrigen, das gesponnen wurde zu zerreissen.

Gallaghers Sturm ist der erste, neuaufgelegte Band der Gallagher-Chroniken. In einem kurzen Vorwort merkt der Autor Achim Hiltrop an, dass er die Bände noch einmal kurz überarbeitet hat.
Ansonsten kommt man beim Lesen kaum zum Luftholen. Eine Action-Szene jagt die nächste. Sowohl Clou als auch Trigger sind echte Tausendsassas, die anscheinend alles können und jeden von irgendwoher kennen. Es macht Spaß zu lesen, wie sich das Schiff und sein Kapitän streiten, nur um sich in dem Moment, wo es darauf ankommt, wieder zusammenzuraufen. Auch die übliche Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Admiralin Delannes und Clou nicht voneinander trennen können. Allgemein macht das Ganze den Eindruck einer großartigen Spaße-Opera: coole Raumschiffe, böse Schmuggler, die ein goldenes Herz haben, Prinz... äh Admiralinnen, die ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein besitzen, und Bösewichte, die noch wirklich böse sind.
Das Einzige, was mich ärgert ist der Preis. Für ein Buch mit gerade mal 215 Seiten in einer Schrift, die sogar Kurzsichtige noch vernünftig ohne Brille lesen können, finde ich knapp 13 € ein wenig unangemessen.
Wer sich trotzdem darauf einlässt, den erwartet der actiongeladende Beginn einer Weltraumsaga, die ihresgleichen suchen könnte. Die Gallagher-Chroniken haben für mich ein Potential, das hoffentlich nicht ungenutzt bleibt.




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