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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Von Lars-Hendrik Schilling

Rezension erschienen: 12.12.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Bastian Sick, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 20,99 Euro

Nachdem sein Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" zum Bestseller wurde und mittlerweile schon zwei Fortsetzungen hat, bringt Bastian Sick nun das Spiel zu den Büchern heraus.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Reihum ist einer der Spieler der Vorleser. Dieser zieht eine Fragenkarten vom Stapel und sucht sich aus, welche der beiden Fragen er stellen möchte. Anders als bei anderen Spielen liest er nur eine der vorgegebenen möglichen Antworten vor. Die Spieler inklusive Vorleser raten, ob diese richtig oder falsch ist. Wer richtig rät, bekommt einen Punkt. Der Vorleser bekommt alle übriggebliebenen Punkte. Für den Vorleser macht es also Sinn, eine Antwortmöglichkeit zu wählen, von der er recht sicher ist, dass er im Gegensatz zu den anderen Spielern weiß, ob sie richtig oder falsch ist. Eine wirklich nette Idee.

Die Fragen sind in drei Kategorien eingeordnet: Wortwahl, Tätigkeitswörter (meist unregelmäßige Verben) und Wortherkunft. Die letztere Kategorie gefällt mir am besten. Vielleicht auch, weil ich da mein Großes Latinum anwenden kann.
Die Fragenkarten sind leider recht einfach. Wer viel liest, wird selten Schwierigkeiten haben, einen Punkt zu ergattern. Daher wird das Spiel für solche Leute leider recht schnell langweilig.

Die Verarbeitung der Spielmaterialen wirkt durchweg solide. Nur an einem Beutel für die Punktechips fehlt es. So fliegen sie leicht durch die Packung. Man sollte die Verpackung der Chips vorsichtig öffnen und dann mit einem Gummiband verschließen.

Fazit:
Eine witzige Spielidee. Die Schwierigkeit lässt aber nur bei Leuten mit schwachem Deutsch Kurzweil entstehen. Empfehlen würde ich es jedem Deutschlehrer für den Unterricht in den niedrigen Klassen der weiterführenden Schulen.




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