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Tabletop Bericht
Games Day 2005
von Stefan Sauerbier
8. September 2005

Games Day 2005


Der Kölner GürzenichBereits zum siebten Mal fand nun Ende August der GamesDay im Kölner Gürzenich statt. Rund 3.000 Besucher frönten am Sonntag, dem 28. August 2005 ihrem Hobby: Dem Tabletop. Die Besucherzahlen sprechen für den großen Erfolg der Veranstaltung und mit Sicherheit trägt der 1447 erbaute und 1997 vollständig renovierte spätgotische Repräsentationsbau der Stadt Köln auch seinen Teil dazu bei. Der GamesDay ohne den atmosphärischen Gürzenich ist mittlerweile nicht mehr vorstellbar und GamesWorkshop möchte auch daran festhalten, auch wenn die Kapazitäten annähernd erschöpft sind.

Für ein Eintrittsgeld von 15 Euro bekamen die Besucher einiges geboten. Selbstverständlich ist die Präsentation von Neuheiten ein wichtiger Aspekt, aber dieser Tag gilt den Fans. Beim GamesDay steht die Kreativität im Vordergrund und jeder kann seine Idee präsentieren, und sein Können unter Beweis stellen.
Wohl der wichtigste Veranstaltungspunkt ist der GoldenDemon bei dem in verschiedenen Kategorien Fans ihre Miniaturen bewerten lassen und die schönsten Modelle prämiert werden. Die einzelnen Kategorien weichen nur gering von denen des Vorjahres ab und so stehen Kategorien zu den verschiedenen Systemen von GamesWorkshop wie Warhammer, Warhammer 40.000, Herr der Ringe zur Verfügung und unterschiedliche Themenbereiche wie Einzelminiaturen, Einheiten, Monster oder Fahrzeuge zur Auswahl. Für die Nachwuchskünstler gibt es zudem noch eine eigene Kategorie: die Youngbloods.
Wer keine Miniatur einreichen wollte konnte sich auch in Schale schmeißen und zum Gewandungswettbewerb antreten.

Ein Blick in die große Halle

Aber nicht nur Spielern wurde die Möglichkeit gegeben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Für die mittlerweile 34 GamesWorkshop-Läden in Deutschland wurde ein Bannerwettbewerb veranstaltet und 23 Läden präsentierten Szenarien-Spieltische auf denen den gesamten GamesDay über Schlachten geschlagen wurden. Irgendwie hat sich der Eindruck aufgedrängt, dass die Läden jedes Jahr beim Gestalten ihrer Tische nicht nur besser, sondern diese auch immer anspruchsvoller und aufwendiger werden. Einen entscheidenden Einfluss darauf hat aber sicherlich auch die Tatsache, dass sich die einzelnen GamesWorkshop-Läden dieses Jahr zum ersten Mal mit einem Konzept bewerben mussten, da es mittlerweile mehr Läden in Deutschland gibt, als Platz im Gürzenich zur Verfügung steht.

Sturm auf LothlorienIn diesem Jahr waren auffällig viele Spieltische zum Herr der Ringe anwesend. Hervorgetan hat sich hier GamesWorkshop Erfurt mit seinem Tisch Sturm auf Lothlorien und thematisierte einen Überfall von Orks auf den Wald Lothlorien. Das Besondere waren die ungefähr 40 cm hohen Bäume und die Möglichkeit, die Kämpfe auf verschiedenen Ebenen führen zu können. Es war sogar möglich sich zwischen den einzelnen Bäumen selber zu bewegen. Ein weiteres Highlight war der Tisch vom GW Stuttgart. Sie haben den Wachturm Cirith Ungol nachgebaut, der mit seinen 2 Metern Höhe einfach nicht zu übersehen war. Auf den Wehrgängen und im Turm selber kämpften die Orks und Uruk-Hai darum, wer von ihnen das Mithril-Kettenhemd des Hobbits beanspruchen kann.
Mal etwas ganz anderes hatte sich das Team aus Hamburg überlegt. Beim Offizierspatent geht es darum, als Kadett der Imperialen Armee zu starten um schließlich das Offizierspatent zu erhalten. Aber dazu gilt es zunächst seine Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. In verschiedenen simulierten Gefechtssituationen müssen die eigenen Entscheidungen und Züge zum Sieg führen und man steht dabei aber ständig unter Beobachtung seiner Ausbilder.
Sehr gelungen war aber auch die Umsetzung des Computerspiels Dawn of War. Die Mitarbeiter aus Düsseldorf und Wuppertal erschufen eine Basilika und Ruinen der umliegenden Häuser. Captain Sepherus von den Blood Ravens wurde mit seinen Marines zur Unterstützung imperialer Truppen auf die von einem Ork-Waaagh heimgesuchte Welt Delus Primus entsandt. Unerbittlich wüten die Kämpfe um die Bevölkerungszentren der Welt, als plötzlich ein unbekanntes, durch unerklärliche Energien glimmendes Artefakt in den Ruinen der wundersam verschonten Basilika entdeckt wird. Nun gilt es für die imperialen Einheiten das Gebiet umgehend zu sichern und einen Überfall der Orks abzuwehren.

Das Display der Drakenburg: Echsenschädel für seinen ThronIm Bereich Warhammer-Fantasy konnte der Tisch der Drakenburg (dem GW Hauptsitz in Düsseldorf) am meisten Eindruck schinden. Sie schufen für eine abgelegene und detailverliebte Dschungellandschaft und eine Stadt, die sich in den Gesamtlook hervorragend eingepasst hat.

Angriff auf Hexoatl: Der TunnelbohrerDas absolute Highlight aber war ein 12m² großes Szenario auf der Bühne. Angriff auf Hexoatl besteht aus zahlreichen Bauten, ummengen von Belagerungsmaschinen und 5.000 Miniaturen. An der Leihgabe von GamesWorkshop Frankreich haben sämtliche französische Läden mehrere Wochen alleine die Miniaturen bemalt. Und man muss einfach zugeben, dass die Arbeit sich voll und ganz gelohnt hat. Mit Hilfe einer Warpblitzkanone und einem Tunnelbohrer haben die Truppen der Skaven es geschafft in die Stadt der Echsenmenschen einzudringen. Beim ersten Betrachten verliert man in diesem gigantischen Kampfgetümmel schnell den Überblick. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, dann fallen einem viele kleine Besonderheiten auf. So sieht man zum Beispiel ein wenig abseits der Schlacht Lara Croft aus einem der Tempelgebäude herauskommen.
Wer im übrigen der Meinung ist, Tabletop sei eine ruhige und stille Angelegenheit für Bastler, der ändert seine Meinung spätestens, wenn man in den Bereich des Speedpaintings gelangt. Dabei versuchen viele Spieler gleichzeitig, in möglichst kurzer Zeit eine Miniatur zu bemalen. Dabei soll die Miniatur aber auch noch nach etwas aussehen. Um die Speedpainter herum standen zahlreiche Fans, die allesamt ihren jeweils persönlichen Favoriten zugejubelt haben.

Das französische Display: Angriff auf Hexoatl

Nicht fehlen durfte auch das Games Workshop Studio. Für viele Spieler sind Gav Thorpe, Markus Trenker, Graham McNeil und Gary Morley keine Unbekannten und so hatte jeder die Möglichkeit, mal ein paar Worte mit den Spieleentwicklern und Figurendesignern zu wechseln oder sich einfach nur ein Autogramm von seinem Idol zu ergattern. In diesem Jahr standen im Studio zudem noch einige Aufsteller, an denen die Entstehung einer Waldelfen-Armee dokumentiert wurde. In den Vitrinen wurden zudem noch einzelne Figuren in unterschiedlichen Entwicklungsgraden ausgestellt.
Für das zur Spielemesse erscheinende Einsteiger-Spiel für Herr der Ringe gab es auch die ersten Figuren aus die Minen von Moria zu sehen, man konnte einen Blick auf die Box werfen und es waren die neuesten Modelle der Space Marines für Warhammer 40000 ausgestellt.

Ein Club mit einem eigenen DisplayIm Gegensatz zum letzten Jahr war, war der Geländebauworkshop nicht mehr im Studio, sondern hatte im Treppenbereich einen neuen Platz gefunden. Hier konnten sich Interessierte Tipps und Anregungen holen und es wurde einem Schritt für Schritt vorgeführt, mit welchen, meist sehr simplen Mitteln man hervorragende Ergebnisse erzielt.
Bekanntlich ist der GamesDay ein Tag für die Fans und da dürfen die Clubs und Vereine natürlich auch nicht fehlen. Mit eigenen Geländestücken und ganzen Spielplatten hatten sie die Möglichkeit, sich und ihre Ziele vorzustellen und gaben auch Einblicke in die Spezialistensysteme von GamesWorkshop wie zum Beispiel Blood Bowl, Nekromunda und Raumflotte Gothic.

Sehr beliebt waren aber auch die Verkaufstände von Sabertooth Games, Warp Artefacts, Black Library und Forge World. Hier konnten sich die Besucher mit neuen Miniaturen und Geländestücken, Literatur, Spiele mit historischen Schlachten und Sammelkarten eindecken. und vieles mehr anschauen. THQ präsentierte zudem noch die neue Erweiterung "Winter Assault" für das Echtzeit-Strategiespiel "Dawn of War". Die Spielecomputer waren die ganze Zeit umlagert und jeder konnte sich daran versuchen, die Imperialen Truppen erfolgreich in die Schlacht zu führen. Besonders interessant hierbei ist noch die Tatsache, dass die Entwickler von "Winter Assault" einen eigenen Orden entwickelt haben.

Insgesamt ist der GamesDay für Fans von Warhammer, Warhammer 40.000 und Herr der Ringe jedes Jahr aufs Neue schon fast ein Pflichttermin. Hier kann man sich einfach am Besten mit anderen über sein Hobby austauschen und Anregungen für seine Miniaturen holen.

GamesWorkshop hat auf seiner Webseite die Liste der Gewinner des GoldenDemon veröffentlicht. Weitere Informationen zur Veranstaltung findet ihr auf: www.games-workshop.de/home/veranstaltungen/games_day/2005/

Besuchermeinungen
Gut (4 Sterne) Der Artikel ist sehr informativ. - Leider fallen die Schwächen des GD 2005 ein bisschen unter den Tisch: Der Gürzenich ist - vorallem, wenn all die Spielplatten, Verkaufsstände etc. aufgebaut sind - für die Besuchermassen entschieden zu klein, und daß es anders als bei Popkonzerten nicht zu div. Kreislaufkollapsen kommt, ist nicht der Organisation durch GW sondern schlicht dem Glück und der Disziplin der Besucher zu verdanken. Speziell die Stände von Forgeworld und die Schaukästen im Bereich des Golden Demon sind jedes Jahr hoffnungslos mit Besuchern verstopft, so daß man nur wenig Chancen hat, wirklich all das zu sehen, was man sehen wollte. Trotzdem ist der GD immer einen Besuch wert!
von Carl Frieder Kathe
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