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SPIEL 2013 – Unser Messerückblick
von Jan-Hendrik Strenzke
9. Dezember 2013

Den 24. Oktober werden sich viele Spiel- und Comic-Freunde wohl schon lange vorher fett im Kalender markiert haben. Schließlich gab es an diesem Tag gleich zwei wichtige Ereignisse. Zum einen erschien der neue Asterix-Band – erstmals ohne direkte Beteiligung der legendären Schöpfer René Goscinny und Albert Uderzo. Zum anderen war es der Eröffnungstag der SPIEL 2013, die sich wie immer gemeinsam mit der Comic Action erstmals in den Hallen 1-3 des Essener Messegeländes präsentierte. So mancher fragte sich im Vorfeld, ob die spezielle Atmosphäre, welche die SPIEL auszeichnet, sich denn auch im neuen Umfeld der deutlich größeren Hallen einstellen würde. Auf jeden Fall würde es wohl erst mal "irgendwie anders" sein.

Bei Ankunft an der Messe stellt sich trotz anderer Eingänge ein gewohntes Bild ein. Vor den Türen sammeln sich schon früh am Morgen die geduldig wartenden Spielbegeisterten und diskutieren, was man denn unbedingt als erstes sehen, testen, kaufen müsste. Und mittendrin die Promoter, die fleißig die kostenlose Messe-Ausgabe der Spielbox verteilen – ein toller Service, der wie in jedem Jahr dankbar angenommen wird. Um zehn vor zehn öffnen sich dann etwas verfrüht die Tore und die Jagd nach den besten Spieltischen beginnt. Nur sind die Laufwege in diesem Jahr eben etwas andere. Aber wenn man einmal verstanden hat, in welche Richtung jeweils die Buchstaben und Zahlen zur Kennzeichnung der Stände laufen, fällt die Orientierung auch nicht schwer. Mal ganz davon abgesehen, dass die "üblichen Verdächtigen" auch in den neuen Hallen kaum zu übersehen sind.

Insgesamt wirkt die Messe durch die Zusammenlegung in nur drei Hallen deutlich kompakter. Und das obwohl die Ausstellungsfläche eigentlich größer ist. Ein spürbarer Effekt der neuen Anordnung ist, dass auch in den Bereichen der kleineren Stände wesentlich mehr Publikumsverkehr herrscht als in früheren Jahren. Gerade für kleinere Verlage ist dies sicher positiv, auch wenn man als Besucher – insbesondere am Wochenende – die ruhigeren Gänge der Nebenhallen ein wenig vermisst. Dafür ist mit dem Umzug aber die Qualität des Caterings erheblich gestiegen. Vom Biergarten mit Grillstation im Innenhof über Pizza, Pasta und echten Barista-Kaffee bis hin zur Edel-Currywurst von Fernsehkoch Mario Kotaska gibt es ein deutlich breiteres Angebot mit größtenteils durchaus erträglichen Preisen. Wenn man also ein Spiel weniger kauft, kann man sich die belegten Brote durchaus sparen. Aber wer will schon freiwillig seine Einkäufe reduzieren…

Mit 828 Ausstellern aus 39 Ländern und rund 156.000 Besuchern konnte der veranstaltende Friedhelm Merz Verlag wieder einmal neue Rekordzahlen vermelden. Insgesamt gab es in diesem Jahr rund 800 Neuheiten und unzählige weitere Spiele zu entdecken, die an den verschiedenen Ständen getestet werden konnten. Vom flotten Kartensammelspiel Glastonbury (franjos Spieleverlag) über familientaugliches Abenteuer wie bei der Flucht vor dem Vulkan in Mauna Kea (Huch & Friends) bis hin zu strategischen Schwergewichten wie Concordia (pd Verlag) oder Madeira (What’s your game?) war wie immer für jeden Geschmack etwas dabei. Bemerkenswert war dabei die große Anzahl von neuen Verlagen, die ihre Erstlinge über Kickstarter und andere Crowdfunding Plattformen finanziert haben. Darunter einige Highlights wie Cornish Smuggler von Grublin Games oder Ortus von Fablesmith. Auf jeden Fall ein interessanter Trend, den wir weiter beobachten und begleiten werden.

Und natürlich wurde fleißig diskutiert, welches wohl DAS Spiel des aktuellen Jahrgangs sei. Etwas überraschend wurde dabei unter Vielspielern häufig ein Spiel von Hans im Glück genannt: Russian Railroads, das wohl anspruchsvollste Spiel, welches der Verlag in den letzten Jahren herausgebracht hat. Nicht zuletzt Platz Eins im Messe-Ranking unserer Kollegen von Fairplay zeigt, dass ihnen damit wohl ein großer Wurf gelungen ist.  Daneben wurden die Uwe Rosenberg Neuheiten Caverna und Die Glasstraße oft genannt, wie auch Nations von Lautapelit, Lewis & Clark von Ludonaute oder auch Kashgar von Kosmos. Der Vollständigkeit halber erwähnt sein jedoch auch das aktuelle Spiel des Jahres Hanabi (Abacusspiele) und der Gewinner des Deutschen Spielepreises Terra Mystica (Feuerland Spiele). Auf jeden Fall bietet der Spielejahrgang 2013 wieder eine Fülle an tollen Spielen für so ziemlich jeden Geschmack!

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