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Tabletop Bericht
Games Day 2007
von Hannes Heppner
19. August 2007

Am Sonntag, den 5. August 2007 fand im Kölner Gürzenich der nunmehr achte deutsche Games Day statt. Diese Veranstaltung wird von Games Workshop einmal jährlich im August ausgerichtet und gibt Spielern und Fans die Gelegenheit, mit Gleichgesinnten zusammenzukommen, neue Armeen oder Spielsysteme auszuprobieren und mit den Spieleentwicklern aus dem Games Workshop Hauptquartier in Nottingham ein wenig zu plaudern oder sich seine Bücher signieren zu lassen. So fanden sich an diesem sonnigen Augusttag ungefähr 3500 Besucher im altehrwürdigen Kölner Gürzenich ein.

Eine der Hauptinteressen der Besucher lag bei den Spieltischen in der großen Halle im Obergeschoss. Dort hatten Mitarbeiter aus verschiedenen Games Workshop Läden Spieltische aufgebaut, an denen man die unterschiedlichen Spielsysteme in zahlreichen Szenarien ausprobieren konnte. Hierbei fiel einem besonders die hohe Qualität der Spieltische ins Auge, die allesamt mit viel Liebe zum Detail gestaltet waren. Diese Qualität wird durch die Worte eines englischen Games Workshop Mitarbeiters treffend auf dem Punkt gebracht: "Überall auf der Welt sehe ich die Leute Miniaturen fotografieren, aber nur in Deutschland sehe ich die Leute Spieltische fotografieren." Das absolute Highlight in dieser Halle war das mehrere Quadratmeter messende Diorama "Die Belagerung von Barak Varr", das den Angriff von Orkschiffen auf eine zwergische Seestadt zeigt.

Besonders gut besucht war erwartungsgemäß der Spieltisch, an dem man "Apokalypse", die demnächst erscheinende Erweiterung zu Warhammer 40.000 erstmals probespielen konnte. Apokalypse zielt darauf ab, Warhammer 40.000 mit möglichst großen Armeen zu spielen, um auch mal mit allen seinen Miniaturen oder auch besonders punkteintensiven Modellen spielen zu können, die ansonsten oft in der Vitrine verbleiben. Trefferschablonen von der Größe einer Schallplatte lassen vermuten, dass die Sterblichkeitsrate der Modelle um einiges höher liegt als beim normalen Warhammer 40.000.

Wer lieber malen als spielen wollte, konnte seine Fähigkeiten beim Speedpainting unter Beweis stellen. In nur 15 Minuten galt es eine Miniatur zu bemalen. Hierbei hatten die Veranstalter einige nette Gimmicks eingebaut, die einerseits die Schwierigkeit noch etwas erhöhten, andererseits aber auch den Spaßfaktor deutlich in den Vordergrund stellten.

In einem Nebenraum konnte man noch nicht veröffentlichte Miniaturen bestaunen und die Spieleentwickler und Miniaturendesigner mit Fragen löchern. Die gezeigten Miniaturen, insbesondere die zu Warhammer 40.000, ließen zwar sicherlich manch Hobbyistenherz höher schlagen, doch hätte man sich schon einige der demnächst erscheinenden Hochelfen für Warhammer Fantasy erwünscht. Leider ging das älteste Spielsystem von Games Workshop hier leer aus. Schade.

Die Hauptattraktion eines jeden Games Day ist der Malwettbewerb "Golden Demon", zu dem in verschiedenen Kategorien Beiträge eingereicht werden können. Dieser Wettbewerb ist in den letzten Jahren verstärkt international geworden, so dass ein zunehmender Teil der Beiträge von Teilnehmern aus dem europäischen Ausland wie Frankreich oder Italien stammt. Dieser Umstand hat das Niveau der eingereichten Beiträge deutlich erhöht. Zudem fällt auf, dass die als "Non Metallic Metal" bekannte Maltechnik auch bei Games Workshop mittlerweile salonfähig geworden ist. Bisher waren eher Firmen wie Rackham für die Verwendung dieser Technik bekannt.

Den Gesamtsieg und damit das begehrte Slayer-Schwert konnte Sascha Buczek mit seiner Großfigur "Landsknecht" (oder genauer: Landsmagd) für sich verbuchen.

Fazit: 2007 wurde solide Games Day-Kost geboten. Nicht mehr, aber leider zum Teil etwas weniger, denn man hätte schon gerne ein paar Neuheiten für Warhammer Fantasy gesehen. Ob diese Veranstaltung den stetig steigenden Eintrittspreis wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

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