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Rollenspiele Im Gespräch
Steven Caine im Visier unserer Außenmikros...
von Ingo Schulze
18. Juni 2007

Wir schätzen uns sehr glücklich, unseren Reporter Sir Vival nach San Fransico schicken zu können und dort den gut bezahlten Profikiller Steven Caine zu interviewen, welcher es hierzulande zu einem Hörspielstar geschafft hat. Seine Tonaufzeichnungen sind schon da und sobald wir eine opulente Summe überwiesen haben, können wir auch ihn zurück erwarten. Evtl. gar in einem Stück...

Lorp.de:
Mr. Caine, erstmal vielen Dank, dass sie sich soviel Zeit für uns genommen haben und wir ein paar Fragen stellen dürfen. Wie in ihrem Podcast zu entnehmen war, setzen sie auf ungewöhnliche Marketingmaßnahmen in ihrem Job. Haben diese schon gefruchtet?

Steven Caine:
Naja...wie soll man das "Fruchten" von Marketingmaßnahmen von Ciscos bestbezahltem Auftragsmörder einschätzen? Als sehr gut, vielleicht? Als beschissen noch mal gigantisch? Als...bestbezahlt? Natürlich lohnen sich diese Maßnahmen, meinst du, ich lass’ aus Spaß alberne Flash-Filme von mir machen und diese auf www.stevencaine.de zur Schau stellen, wie ’n paar bekloppte Tiere im Zoo? Noch bekloppter ist diese Hörspielserie, Alter, phantastische Hörspiele von LAUSCH, Hirnriss...aber verkauft sich.

Lorp.de:
Vor ihrer Begegnung mit den Kyan’Korern, haben Sie da an Magie oder Außerirdische geglaubt?
Steven Caine:
Ich habe erst sehr spät ein paar Shows von David Copperfield gesehen, zu meiner Kinderzeit hatten wir keinen Fernseher...Auf jeden Fall war das bis dahin meine intensivste Begegnung mit Magie.
Was ich seit meiner Hinrichtung im Todestrakt erleben musste...war alles andere als ein familiäres Klassentreffen. Magie scheint im Rest des Universums ein Synonym für Waffengewalt zu sein, wenn einem das einmal klar geworden ist, gewöhnt man sich schnell an "Magie".

Lorp.de:
Man erfährt auf diesen obskuren Tonträgern so gut wie nix über ihre familiären Verhältnisse. Wie steht es damit?
Steven Caine:
Nächste Frage!

Lorp.de: Glauben Sie an Gott?
Steven Caine:
Ich glaube an gute Vorbereitung, präzise Recherche und einschätzbares Risiko. Und ich glaube an 50% sofort und 50% nach Abwicklung! Weiterhin glaube ich an das Schlechte im Menschen! Ich weiß nicht, ob die Schöpfung eine "Auftragsarbeit" war, aber ob Gott hier einen guten Job macht oder nicht, hängt einzig allein vom "Auftraggeber" ab. Vielleicht war das ja der Teufel.

Lorp.de:
Wie fühlt es sich an, wenn Kartaan die Kontrolle übernimmt? Wo sehen Sie den Unterschied zwischen sich und Kartaan?
Steven Caine:
Tja, wo ist der Unterschied zwischen einem Berufsmörder und einem verschissenen Alptraum von einem Schlächter? Der größte Unterschied ist wahrscheinlich, dass Kartaan mehr "Freude" bei seinem "Job" hat, wohingegen ich mir durchaus etwas anderes vorstellen könnte. ’n kleinen Laden mit Filmrequisiten, Postern und Original-Bändern und so.

Lorp.de:
Sind sie selbst so filmbegeistert?
Steven Caine: Ich mag vor allem alte Filme, Komödien aus den 50er und 60er Jahren, das waren noch Meisterwerke, nicht so ’n Kokolores wie heutzutage. Nehmen sie z.B. "Das Appartement" oder "Manche mögen’s heiß" von Billy Wilder, seit die goldenen Zeiten des Screwball vorbei sind, gibt’s doch nur noch gequirlte Kacke im Kino. In meinem Besitz findet sich übrigens die Original-Muschel, die Tony Curtis Marilyn Monroe als Zeichen seiner Zugehörigkeit zum Shell-Clan zeigt...

Lorp.de:
Als Sie das erste Mal getötet haben, worin haben Sie danach ihren moralischen Halt gefunden? Was ging in Ihnen vor?
Steven Caine:
Beim Töten verhält es sich genau wie beim Springen aus einem Flugzeug. Beim ersten Mal musst du hinterher kotzen, so haben dich Adrenalin und Hormone überschwemmt, dich zugeschissen mit Angst und Panik. Beim zweiten Mal ist dir nur noch schlecht...beim 10. Mal kannst du es gar nicht mehr abwarten! Der Effekt hat sich umgekehrt.

Lorp.de:
Was können Sie uns über Linda Watkins und die Bruderschaft verraten?
Steven Caine:
Hm...viel weiß ich nicht über den Verein. Scheinen die einzigen zu sein, die durchblicken, allerdings...haben sich meine Beziehungen zu der Bruderschaft deutlich verschlechtert seit...seit der Sache mit Linda...ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll...es steckt etwas in mir, das...naja, der grausamste Schlächter von Kyan’kor, das ist was anderes, als ein bisschen Stimmen hören oder Mobbing im Büro."


Lorp.de: Ihr erster Auftrag für die Kyan‘Korer war das Ausschalten von Moretti. Wie sehr war Ihnen das Genuß und persönliches Bedürfnis?

Steven Caine:
Ohne diesen beschissenen Wichser wäre ich jetzt entweder tot oder weiterhin als bestbezahlter Berufsmörder Ciscos unterwegs. Beides wäre in jedem Fall besser, als die ganze Scheiße mit blauschuppigen Spitzohren aus Kyan’Kor, watschelnden Warzenschweinen aus Aramathos und dem Weltuntergang. Wie befriedigend ist es wohl, den Verursacher dieses ganzen, mit weißen Stücken gespickten Haufen Scheiße zu erledigen?
Ich kanns ihnen verraten, es war enttäuschend. Nichts wird mich jemals wieder in einen Zustand wohliger Zufriedenheit bringen können...nichts.

Lorp.de:
Trotz allem kann man sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie den Weg für die Dunkelelfen von Kyan’Kor und die Eroberung der Erde bereiten. Warum schützen Sie uns nicht?
Steven Caine:
"Wen soll ich schützen? Den Richter, der mein Todesurteil unterschrieben hat? Die Geschworenen, die mich zum Tode durch die Giftspritze verurteilt haben?
Naja, es gibt ja vielleicht noch andere Menschen, die ihnen nahe stehen, ihre Familie, ihre Freunde...
Seh’ ich wie ein Familienmensch aus? Wie einer, der zweimal die Woche zum Squashen geht und sich am Wochenende mit Freunden zum Barbecue trifft? Feierabendbier im Pub gegenüber? Einmal im Monat Treffen zum Rollenspiel von D&D Kampagnen? Ich sag ihnen was, Menschen, die mir nahe standen, sind alle umgekommen, entweder durch meine Feinde, oder durch mich, ich bin froh, dass derzeit niemand in Reichweite steht...

Lorp.de:
Wie glauben Sie ergeht es uns, wenn die Aganoi diesen Kampf gewinnen?
Steven Caine: Keine Ahnung! Ist mir auch wurscht, denn egal wer gewinnt, das wird kein Wirtschaftswachstum, wie im Deutschland der 50er Jahre. Mord oder Totschlag, was wird gewinnen, ich tippe auf...Totschlag.

Lorp.de:
Öhm, welches Kopfgeld bringt eigentlich Günther Merlau ein?
Steven Caine:
Lassen sie mich mit dem Penner mal in Ruhe, der geht mir mit seiner Vermarktungs-Scheiße ganz schön auf die Eier...(taps taps) sie verstehen? Merlau hält sich irgendwie für ’nen Produzenten oder so, benimmt sich aber eher wie ’n stinknormaler Wichser. Oder sind Produzenten Wichser? Sind sie Produzent?

Lorp.de:
Äh nein, ich bin bloß Journalist! Haben wir noch eine Chance lebendig von dem Interview in die Redaktion zu kommen?
Steven Caine: Aber sicher! Alles über 0% ist eine Chance! Das sind insgesamt gut 99 Chancen, hey, ganz schön viel!

Lorp.de:
So habe ich das noch nie gesehen. Ich bedanke mich sehr herzlich für die Möglichkeit dieses Intime-Interviews.
Steven Caine:
Na, jetzt wollen wir mal nicht in Tränen ausbrechen. Also, Mahlzeit!

Wir bedanken uns bei Günther Merlau, der als Drehbuchschreiber und Produzent vortrefflich in die Rolle Cains schlüpft und außerdem bei Christoph Memmert von der Redaktion der Greifenklaue, der mich mit Fragen unterstützt hat.
Mehr zu Steven Caine findet man auf www.merlausch.de oder seinem Vidblog www.stevencaine.de.

Besuchermeinungen
Gut (4 Sterne) Da ich Steven Caine nicht kenne, war ich erst am überlegen, ob das alles wirklich passiert ist, erst im zweiten teil des Interviews wir es deutlich, dass das eine Fantasy Figur ist.
Daher finde ich den Artikel gut.

Gruß
Neadred
von Neadred
Antwort von Ingo Schulze:
Spätestens das Nachwort sollte den Leser auf die richtige Spur führen. :D Wer die Hörspielserie kennt, wird aber bestätigen können, dass man die Figur des Steven Caine sofort wiedererkennt!
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