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Gesellschaftsspiele Spielvorstellung
Tavernenspiele - das Zaschzabrett
von Lars-Hendrik Schilling
31. Mai 2007

 Spi ele stellten zu jeder Zeit eine beliebte Beschäftigung für die Menschen dar. Bevor es gedruckte Bücher, Fernsehen und Computer gab, vertrieb man sich die Zeit gerne mit einem Würfel- oder Brettspiel. Einige der Spiele, die ich für meine eigene Fantasywelt Urun entwickelt habe, stelle ich in dieser Reihe vor. Den passenden Namen "Tavernenspiele" tragen sie, weil die Charaktere in Fantasywelten erfahrungsgemäß den größten Teil ihrer sozialen Kontakte in Gasthäusern und Spielunken erleben. Nachdem ich im ersten Artikel von Würfelspielen erzählt habe, widme ich mich nun den Brettspielen, die auf dem so genannten Zaschzabrett gespielt werden. Bis auf Nuolimm werden alle diese Spiele normalerweise nur zu zweit gespielt, was nicht heißt, dass man sich nur zu zweit amüsieren kann. Wer in einem Gasthaus ein in der dortigen Region beliebtes Spiel beginnt, sieht sich oftmals bald im Zentrum einer geselligen Runde von Zuschauern, die mitfiebern, kommentieren oder Wetten abschließen.
Die hier geschilderten Spiele haben allesamt eine Hintergrundgeschichte dazu, wo sie herkommen und wo man sie spielt. Diese Schilderungen beziehen sich auf meine eigene Welt namens Urun. Sie sollten aber leicht in jede beliebige andere Welt übertragbar sein. Vor allem wenn es sich um eine weitere Fantasywelt handelt.

Das eigentliche Zaschza ist ein simples Strategiespiel, das die Zwerge erfunden haben. Der Name Zaschza ist zwergisch und bedeutet so viel wie Auger (so wie in Auge, Auger, am Augesten) und ist eine leicht absurde Anspielung daran, dass das ursprüngliche Zaschzabrett eine Fläche mit stilisierten Augen darstellte. Für das Spiel Zaschza selbst war dieses Brett durchaus ausreichend, weil man dort keine Diagonalen erkennen muss. Mit dem Aufkommen anderer Spiele, die auf dem Zaschzabrett gespielt werden, wurde die Form jedoch zum Problem, weil man bei diesen Spielen Figuren auch diagonal ziehen konnte. Die Zwerge lösten das Problem, indem sie die Diagonalen mit Linien kennzeichneten. Für die Augen der Zwerge mag das genug gewesen sein; schließlich sind sie dafür bekannt, Formen gut erkennen zu können. Doch für Menschen und Elfen war es immer noch sehr unübersichtlich. So entstand bei den Elfen die Form des Brettes, wie sie heute (auch bei den Zwergen) am weitesten verbreitet ist: ein 6-mal-12-Brett aus Quadraten, die ähnlich eines Schachbrettes abwechseln grün und weiß sind und in der Mitte ein schwarzer Balken, der die Mittellinie markiert. Die Elfen führten auch das Koordinatensystem des Zaschzabrettes ein, indem sie die Zeichen ihrer sechs Götter (von links nach rechts: Keran, Lanua, Minuel, Cherrak, Egem, Mila) und die Zahlen von 1 bis 11 (die 1 ist am weitesten von den Göttern entfernt) an die Ränder des Brettes schrieben. So kann jedes Feld durch eine Kombination von Gotteszeichen und Zahl genau beschrieben werden (die Felder der zwölften Reihe werden nur durch das jeweilige Götterzeichen ohne eine zusätzliche 12 gekennzeichnet). In der Datei Zaschzabrett – elfisch2 habe ich die elfischen Koordinaten durch lateinische Buchstaben und arabische Zahlen ersetzt.
Da die elfische Variante des Brettes am übersichtlichsten ist, basieren die Beispielbilder auf diesem, um die jeweiligen Spielregeln zu erklären. Bei vielen der Spiele macht es einen Unterschied, ob eine Figur auf ein Feld gezogen werden kann, während dieses frei ist oder ob dieses Feld von einer feindlichen Figur besetzt ist und diese vom Spielfeld genommen wird, wenn die eigene Figur auf das Feld gezogen wird. Man spricht davon, ob eine Figur auf ein Feld zieht oder schlägt. Wenn eine Figur auf ein Feld ziehen kann, ist dieses mit einem Kreis markiert. Kann sie darauf schlagen, ist es mit einem Kreuz markiert. Ist beides möglich, sind Kreis und Kreuz gezeigt.

Markierungen


Zum Einstieg
Wer einmal die Spiele auf dem Zaschzabrett ausprobieren möchte, dem empfehle ich, mit Quarna anzufangen. Die Regeln sind sehr einfach und man benötigt am wenigsten Zubehör.
Von der Auswahl an verschiedenen Formen des Zaschzabrettes, die am Ende des Artikels verlinkt sind, empfehle ich die elfischen Varianten. Am besten die zweite, da man sich dort nicht mit ellischen Zahlen und Göttersymbolen auskennen muss.

Materialien
Um die hier vorgestellten Spiele zu spielen, braucht man zunächst ein Zaschzabrett. Eine Auswahl von Brettern ist am Ende dieser Einleitung verlinkt. Dazu benötigt man für Zaschza und Sarinja noch einen Sichtschutz, der in der Mitte des Brettes aufgebaut werden kann. Dieser lässt sich leicht aus einem Stück Pappe improvisieren.
Die Spielfiguren kann man im gut sortierten Fachhandel erwerben oder aus anderen Spielen herausholen. Die angegeben Farben und Formen sind natürlich nicht zwingend. Solange die Figuren funktionell sind, kann man beliebige einsetzen. Mann kann Quarna zum Beispiel mit Schachfiguren spielen, wobei die Figuren alle gleichwertig sind und es nur auf die Farbe ankommt. Die Figuren für Sarinja zu organisieren, ist schon schwieriger. Ich empfehle das Verwenden von Schachfiguren. Dabei braucht man aber pro Spieler eine zusätzliche Figur, da es bei Sarinja sieben verschiedene Figuren gibt und beim Schach nur sechs. Die Aufteilung sähe dann etwa so aus:
Bauer = Baum (Es gibt drei Bäume und alle Schachfiguren außer Bauern kommen höchstens zweimal vor.)
König = Dryade
Läufer = Wolf
Turm = Bär
Dame = Hirsch
Springer = Falke
Zusätzliche Figur = Adler

Die Varianten des Zachzabretts
Hier finden sich die verschiedenen Varianten des Bretts. Links oben die ursprüngliche, nach der das Zaschza auch benannt wurde, rechts davon die Version der Zwerge mit eingezeichneten Diagonalen. Unten befinden sich die beiden elfischen Varianten, links die mit elfischen Koordinaten, recht jene, die ich geneigten Lesern empfehlen würde, weil ihre Koordinaten aus arabischen Zahlen und lateinischen Lettern bestehen.
Zaschzabrett ursprünglich Zaschzabrett mit Diagonalen

Zaschzabrett - Elfisch Zaschzabrett - Elfisch 2

Sämtliche hier veröffentlichten Spiele fallen unter das Urheberrecht des Autors. Alle Spiele dürfen zu nichtkommerziellen Zwecken mit Quellenangabe in anderen Veröffentlichungen verwendet werden. Bei Veröffentlichung ist ein Hinweis oder Beleg an den Autor zu senden. Jede kommerzielle Verwendung ist ohne ausdrückliche Erlaubnis untersagt.

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Inhalt:

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